Angekommen – Urlaub im Erzgebirge

Hotel Hoher Hahn

Wir haben Urlaub – die ersten drei Tage verbringen wir im
Erzgebirge. In Schwarzenberg, auf dem Hohen Hahn haben wir, im gleichnamigen
Hotel, ein kleines Zimmer unterm Dach gebucht. Schon nach gut zwei Fahrstunden
ist der Hotelparkplatz erreicht, das ist zu früh zum Einchecken.

Naschend auf Dosensuche

Also rufen wir die Geocaching-Map auf und fahnden nach
versteckten Dosen. Tatsächlich ganz nah sind zwei der Schätzchen versteckt. Wir
nehmen den Tradi in Angriff, folgen dem Navi in den Wald. Es ist ein
gastlicher Waldweg, gesäumt mit vollen Himbeere- und Brombeersträuchern. So
frisch gepflückt schmecken Waldbeeren doch am besten. Naschend erreichen wir
die Zielkoordinaten, untersuchen Baumstümpfe, betrachten aufmerksam die
hochgewachsenen Stämme und werden fündig. Eine geräumige Dose wohnt gut
versteckt am Waldrand, wird von uns geloggt.

Ein Multi-Cache mit Informationen

Der Zweite, ein Multi beginnt an einem aussichtsreichen
Platz. Wir setzen uns auf die Bank, blicken ins Tal und notieren die erste
Lösungs-Ziffer. Bei der Recherche nach dieser Zahl erfahren wir auch, dass der
Name Hoher Hahn nicht von dem Federvieh stammt. Ursprünglich hieß der 673 Meter
hohe, bewaldete Berg wohl hoher Hain, Erzgebirgler machten nach und nach Hahn
daraus.

Noch eine Ziffer fehlt, mit offenen Augen und Neugier ist diese
auch bald gefunden. Sie steht auf einem Schild, das über die Geschichte des
Hotels berichtet. Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus ruht auf einem stabilen
Bruchsteinsockel. Es wurde einst als Arbeiterheim errichtet, war lange Zeit ein
Betriebsferienheim und ist seit 1972 ein Hotel.

Sportlich und fit zum Logbuch

Schnell gerechnet, die Lösung ins Handy getippt und wir
können dem Navi-Pfeil folgen. Vor dem vermutlichen Versteck parkt ein
Kleintransporter – super – so sieht uns niemand. Unentdeckt krauchen wir auf
dem Boden, klettern, tasten und zweifeln. Haben wir uns verrechnet, nein, die
Dose muss hier irgendwo sein. Noch einmal schlank gemacht, langer Hals,
Blickwinkel verändert und der Schatz ist erspäht. Wiedereinmal macht sich das
Fitnesstraining bezahlt, ich vergesse kurz meine Höhenangst – geloggt der
Kleine.

Jetzt sollte unser Zimmer fertig sein, freu mich nach dieser
Action auf eine Dusche. Zunächst schleppen wir aber das ganze Gepäck noch drei
Etagen rauf. Das Vier-Sterne-Hotel ist rustikal, hat einen tollen Koch, super
freundliches Personal aber keinen Fahrstuhl. 

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