Ein Ausflug nach Bernburg mit Geocaching

Im Februar folgten wir der netten Einladung eines
Karnevalsvereins und reisten nach Bernburg. Gut vorbereitet kamen wir in der
Saalestadt an, das heißt, wir hatten ein günstig gelegenes Zimmer gebucht und
die Bernburger Geocaches auf unser GPS Gerät geladen.

Wohnen im Askania Hotel Bernburg

Da wir den Samstagabend im Kurhaus verbringen würden, bot
sich das Askania Hotel Bernburg als Unterkunft an. Kaum fünf Minuten Fußweg
lagen nun zwischen unserem Doppelzimmer und dem Veranstaltungsort, was vor
allem für den nächtlichen Heimweg vorteilhaft war. Für das Zimmer traf der klischeehafte
Spruch „klein aber fein“ vollkommen zu. Sogar ein Wasserkocher, Tassen und zwei
Portionen löslicher Kaffee waren vorhanden.

Doppelzimmer im Askania Hotel Bernburg





Mit seinem Komfort wird das Askania Hotel Bernburg der Kategorie 3-Sterne-Superior gerecht. Zur Auswahl stehen insgesamt 47 Zimmer, wobei auch Raucherzimmer buchbar sind. Alle Gästezimmer sind zeitgemäß ausgestattet und verfügen über einen kostenlosen WLan-Zugang. Zu einem angenehmen Aufenthalt tragen auch das reich gedeckte Frühstücksbüfett sowie ein Besuch in der Sauna bei. 

Das Askania Hotel in Bernburg, in der Breite Straße





Autos können auf dem hauseigenen Parkplatz abgestellt
werden, allerdings sind nicht immer freie Plätze verfügbar. Für radwandernde
Gäste bietet das Hotel Sonderkonditionen an. Bis zum 6. Lebensjahr wohnen Kinder
kostenfrei im Zimmer der Eltern, vierbeinige Familienmitglieder sind
willkommen. Weitere Informationen bietet die Webseite des Askania Hotels.


Cache-suche an der Saale in Bernburg

Am späten Vormittag parkten wir unser Cachermobil in der
Breite Straße, direkt vor dem Hotel, zum Einchecken war es jedoch zu früh. Also
gingen wir erst einmal auf Dosensuche. Die Geocaching-Map zeigt eine breite
Auswahl für das Stadtgebiet Bernburg, wir brauchten uns gar nicht weit vom
Hotel zu entfernen.

Dieser Kirchturm gehört zur Marienkirche, auch
Altstädterkirche genannt. Wer mag, kann etwa 250 Stufen weit hinaufsteigen und
die Aussicht auf Bernburg genießen. Dort oben gibt es eine Türmerstube, die bis
1877 bewohnt war. Wir beschränkten uns jedoch auf die Suche nach dem örtlichen
Cache und gingen dann weiter in Richtung Saalebrücke.

Von der Brücke ergibt sich eine schöne
 Sicht auf die
Schleuse Bernburg.

Auf der anderen Saaleseite führten die Koordinaten in die
Nähe dieser Treppe. Oberhalb der „Schenktreppe“ befindet sich das ehemalige
Bergstädter Rathaus, das heute als Gemeindehaus der evangelischen Freikirche
dient.

Wir überquerten die Brücke erneut, um suchend an der Saalepromenade
entlang zu schlendern. Durch die laublosen Bäume hindurch, konnten wir von hier
aus schon mal das Kurhaus sehen. Dann suchten wir vergebens nach dem Cache „Saalemühle“,
gingen ein Stück weiter und fanden die Dose am „Schlossblick“. Für dieses
Versteck hat sich jemand richtig Mühe gegeben und ein wenig gebastelt, nach dem
loggen haben wir noch den Blick zum Bernburger Schloss genossen – ein wirklich
schöner Platz für einen Cache.

Kurhaus Bernburg



Nach einem Gemeinderatsbeschluss von 1898 sollte Bernburg
zur Kur- und Badestadt werden. Ein Kurort benötigt natürlich ein Kurhaus, das
1902 feierlich in Bernburg eröffnet wurde. Heute dient das Jugendstilgebäude
als stimmungsvolle Kultur- und Tagungsstätte.

Naherholung im Krumbholz

Wir könnten hier mit der Parkeisenbahn fahren, den
Bernburger Tierpark besuchen und auf den Keßlerturm steigen. Allerdings fährt
die kleine Eisenbahn, die DDR-Bürgern als Pioniereisenbahn Druschba bekannt
ist, erst ab März wieder, auch der nach Keßler benannte Aussichtsturm ist noch
geschlossen. Heute bliebe dafür eh keine Zeit. Wir gingen stattdessen ins Hotel
und machten uns ausgehfein für die Geburtstagsfeier des Bernburger Karnevalsvereins.

Fröhlich war die Feier und kurz die Nacht. Doch das Team des
Hotels hatte ein wunderbares Frühstück vorbereitet und wir erwachten langsam.
Auf dem appetitlich gedeckten Büfett fehlte es an nichts, heißen Kaffee bekamen
wir auch ausreichend. Trotzdem würde es noch eine Weile dauern, bis der
Restalkohol abgebaut sein würde. Also räumten wir das Gepäck ins Auto,
schnappten uns die Geocacher-Ausrüstung und gingen nochmals auf Cachesuche. 

Durch die Talstadt bis zur Flutbrücke Waldau

Nikolaikirche
in Bernburg

Diesmal liefen wir die Breite Straße in Richtung Talstadt weiter
und kamen zur Nikolaikirche. (Den Cache fanden wir leider nicht) Ihre ältesten Mauerteile stammen noch aus dem 13.
Jahrhundert. Hochwassermarkierungen erinnern an große Fluten, 2013 stand das
Wasser 60 Zentimeter hoch im Kircheninneren. Bei Hochwasser fließt die Saale
immer wieder in ihr altes Flussbett, das ganz in der Nähe der Kirche liegt.
Dann ist die Straße zum Ortsteil Waldau nicht passierbar und
die Waldauer Flutbrücke wird für den Autoverkehr freigegeben. Dieser
denkmalgeschützten Brücke ist ein weiterer Cache gewidmet. Ursprünglich gab es zwischen Waldau und der Talstadt Bernburg eine Holzbrücke, 1787 mauerten die Brückenbauer dann diese
Bruchsteinbrücke mit standhaften Strompfeilern. 
Die Flutbrücke Waldau in Bernburg ist ein technisches Denkmal
bei Hochwasser wird sie von Autos befahren..
Mit dem Log des Brückencaches beendeten wir unseren Geogaching-Morgenspaziergang durch die Bernburger Talstadt. 
Jedoch legten wir
an der Baalberger Chausee noch einen Tankstopp ein und besuchten bei dieser
Gelegenheit drei weitere schöne Verstecke. Ein alter Wegweiser steht abseits
der Straße, in seiner Nähe hat ein Owner einfallsreich und raffiniert seinen
Cache versteckt. Außerdem besuchten wir die Verstecke 3 und 4 der „kleinen
Fuhnerunde“, die Lust auf mehr machten.
In absehbarer Zeit kehren wir sicher noch einmal nach
Bernburg zurück, (wahrscheinlich mit dem Fahrrad) dort warten noch viele geheimnisvolle Caches und interessante
Sehenswürdigkeiten. 

Blick auf das Schloss Bernburg, bei trübem Wetter

Für Radtouren mit und ohne Cachesuche nach Bernburg empfiehlt sich die Radkarte Unteres Saaletal von Bikeline. Sie ist wasserfest, reißfest, GPS-tauglich und bei Amazon bestellbar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.