Ein Cache zum verzweifeln

Heute dreht sich mein Unterwegs-Beitrag mal wieder um das Thema
Geocaching.
Wohl jeder Cacher kennt solche schwer auffindbaren Verstecke,
an denen man verzweifeln könnte, man sucht und sucht, zieht weiter, kommt ein
andermal wieder und sucht erneut. Wer nicht aufgibt, wird irgendwann fündig.
Hier, in Halle (Saale) am Hauptbahnhof hielt sich ein
Döschen wochenlang vor uns versteckt. Wir haben uns ganz nah an das Objekt der
Begierde heran navigiert, vergeblich, es zeigt sich nie. Immer wieder bin ich,
mal allein, mal im Rudel zum Bahnhofsvorplatz gefahren, habe total unauffällig
das nähere Umfeld der Koordinaten inspiziert. Wartende Taxifahrer hatten sicher
ihre Freude an mir, oder fanden sie mich verdächtig? 
Der Hint des Owners ist
eindeutig, hab ihn verstanden, geholfen hat er nicht. Daheim am Laptop las ich
die erfreuten Kommentare, derer die ihn gefunden haben, also ist er da, ich
wieder hin, wieder nix.
Bis es eines Tages anders kam: Ich war mit meinen
Chacherfreunden am Bahnhof verabredet, wartete und schaute verstohlen um mich.
Ein paar lebensfrohe, leicht beschwipste, junge Punks nahten mit großen Schritten,
ich konnte die Worte nicht überhören: „Ich muss euch schnell noch zeigen wo der
Cache ist“ und schwups beförderte der junge Mann mein Problem ans Tageslicht.
Ich wusste nicht so recht ob ich mich freuen oder ärgern soll,
gab mich zu erkennen und Cacher Maurice schaute schuldbewusst-verlegen aus der
Wäsche. So hat mich meine Geduld auf die etwas andere Art ans Ziel geführt, mir
dazu noch ein nettes Gespräch beschert.
Manchmal sieht man den Wald vor Bäumen nicht

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