Ein Rückblick – Mein Jahr mit Geocaching

Ein schönes Geocaching-Jahr geht zu Ende – Zeit für einen Rückblick. Es war ein Jahr mit tollen Events bei denen wir wunderbare Menschen trafen und interessante Gespräche führten. Unser Hobby führte uns zu spektakulären Verstecken, zu grandiosen Basteleien oder zu einfachen Dosen an wunderschönen Orten. Dabei sind wir durch so manchen Bach gewatet, unter Brücken und in Höhen gekrochen, sogar ab und zu auf Bäume geklettert. Danke an Euch alle, die Ihr versteckt, gebastelt und organisiert habt.

Das Jahr 2016 fing schon großartig an. Wir hatten den Jahreswechsel auf dem Campingplatz am Geiseltalsee verbracht und wollten Neujahr am Nachmittag in Bitterfeld sein. Dort hatten nette Leute zu einem Neujahrsempfang auf dem Bitterfelder Bogen geladen.

Auf dem Weg dorthin hielten wir in Schkeuditz, denn ein befreundeter Cacher hatte uns von dem GC Hexenkessel erzählt, der innerhalb weniger Monate hunderte Favoritenpunkte bekam.

Diesen wollten wir unbedingt suchen, sehen und loggen – wir kamen an einen grusligen Ort, lösten mutig die Aufgabe und werden dieses aufwendige Arrangement nicht so schnell wieder vergessen. Erstaunlich, dass dieses Versteck nicht gemuggelt wird – Wir wünschen diesem Cache noch ein langes Leben.

In seiner Nähe liegen ja weitere an Favoritenpunkten reiche Caches versteckt, unter anderem das TB Hotel Blaupenau-Inn, die uns ebenfalls viel Freude bereitet haben.

Im TB Hotel Blaupenau Inn war noch weihnachtlich dekoriert

Wir trafen nette Leute bei schönen Geocaching-Events

Nach dieser erlebnisreichen Runde trafen wir uns also mit circa 40 anderen Geocachern zu dem besagten Neujahrsempfang auf dem Bitterfelder Bogen. Bei schöner Aussicht, in fröhlicher Runde, mit einem eisigkalten Piccolo eröffneten wir auf der oberen Aussichtsplattform offiziell das Cacherjahr 2016.

 Weil dieses Treffen so gut ankam, hat der selbe Veranstalter auch zur Sommersonnenwende an diesen Ort eingeladen. Dieses mal trafen wir uns jedoch auf dem Parkplatz und wie es der Zufall will 😏 gab der Reviewer genau zu diesem Zeitpunkt einen neuen Multicache frei. Mit seinen witzigen Stationen verkürzte der Kobold von Bitterfeld uns den Weg auf den Bogen. Wir kamen noch rechtzeitig an, um bei klarer Sicht den Sonnenuntergang zu sehen.

Das seltene Datum 29. Februar gab den Anlass für ein Event im Burgturm. Mitglieder des Heimatvereines Hohenturm ermöglichten uns ein Treffen in dem 36 Meter hohen Bergfried der Burganlage Hohenturm im Saalekreis. Wir durften den gesamten Turm besichtigen, die Aussicht genießen und anschließend bei Glühwein und Grillwurst fachsimpeln.

Ab und zu muss die Spielfläche des Geocaching aufgeräumt werden. Klar nahmen auch wir an einem Cito teil und sammelten Müll auf dem Porphyrhügel Burgstetten ein.

Dann, im Herbst hieß es wiedermal „der See ruft“. Jemand hatte ein Logbuch auf dem halleschen Hufeisensee ausgesetzt und zig Cacher fuhren mit Booten und andere Wasserfahrzeugen hinaus, um einen Log zu setzten.

Der Dezember stand ganz im Zeichen der Glühwein-Events auf den Weihnachtsmärkten, wir tranken mit in Aschersleben, Halle und bei der Merseburger Schlossweihnacht.

Einen unterhaltsamen Multicache absolvierten wir in Merseburg und erinnerten uns dabei an die Streiche von Max- und Moritz.

Osterspaziergang Nordhausen und andere Ausflüge 

Unseren Osterspaziergang machten wir 2016 in Nordhausen und folgten dem Multi Treppenkäfer zu einem tollen Stadtrundgang.

Am Tag zuvor durchstreiften wir die umliegenden Wäldern und suchten die Dosen der schönen Serie Märchenstunde.

Der Pfingstausflug führte uns in den Norden, wir suchten Dosen am vielleicht schönsten Bahnhof Deutschlands – dem Hundertwasserbahnhof Uelzen.

Dann ging es nach Lüneburg, dort sollten wir unter hunderten Liebesschlössern an einem Brückengeländer genau das Grüne finde, auf dem die Koordinaten für ein Final eingraviert waren.

Wir trugen uns außerdem in ein Logbuch ein, das in Hitzacker am nördlichsten Weinberg der Republik versteckt liegt und wir balancierten zu dem Versteck am Quellwassersteg Lenzen an der Elbe.

Im Juni, am Tag des Bergmanns fuhren wir mit der Familie ins Mansfelder Land um auf die Kegelhalde bei Volkstedt zu wandern. Anschließend war Dosensuche geplant, allerdings schafften wir nur Eine, aber die hatte es in sich. Diese – New York, Rio, Rosenheim, – ist gut versteckt, wir kämpften uns durchs Gelände und stapften durch meterhohe Brennnessel-Felder. Angekommen an dem beeindruckenden Behälter mussten wir auch noch nachdenken, Knöpfe drücken und Schalter umlegen. Zerkratzt, mit zerrissener Kluft und völlig erschöpften Kindern kehrten wir zu den Cachemobilen zurück – hat Spaß gemacht.

Nach diesem Erlebnis wollten wir mehr Basteleien vom Bösen Onkel Andi kennenlernen, sattelten eines Tages die zweirädrigen Cachemobile und radelten in dessen Revier. Wir angelten, wir absolvierten Lenas Cachetonnenrally, öffneten deren Bonus-Tonne und den Bonus vom Bonus und kamen auch zum Panzerknacker- es war ne tolle Tour.

Der Frühsommer brachte einen Ausflug in den Oberharz, den herausragenden Fund machten wir dabei in Goslar. Es war das„TB-Grand-Hotel Fort KnoX“, wir mussten es fast vollständig auseinandernehmen um endlich an das Logbuch zu gelagen, haben es natürlich auch wieder fachgerecht zusammengebaut.

Natürlich suchten wir auch in der Homezone rund um Halle. Zum Beispiel den Bonus der Pestalozzirunde, der sich schon fast ein Jahr lang vor uns verbarg. Wir fanden wir an einer Stelle, die wir schon mehrmals untersucht hatten – schön gemacht. Serien wie der Höhenweg in Höhnstedt und die Kochmine führten uns auf Spazierwege, in Gegenden unserer Heimat, die wir wahrscheinlich sonst nie gesehen hätten.

Die Lava-Bombe, die Reichsburg und andere Urlaubs-Entdeckungen

Viele schöne Verstecke haben wir während des Urlaubs in der Eifel entdeckt. Die geologischen Besonderheiten der Vulkaneifel wie Krater, Geysire und Maare sind ja geradezu prädestiniert für Earth Caches. Demzufolge haben wir uns ausgiebig mit Naturphänomen beschäftigt, haben den Wallenden Born blubbern sehen und die Lava Bombe in Strohn untersucht.

Lavabombe in der Vulkaneifel

In Cochem haben uns die Koordinaten zu einem an Favoritenpunkten reichen Cache bis hinauf zur Reichsburg gelockt. Die Burg ist toll, die Aussicht auf die Mosel grandios und der Cachebehälter ziemlich kess angebracht – damit hat sich der Aufstieg mehrfach gelohnt.

Blick auf die Reichsburg in Cochem

Koblenz war uns auch einen Besuch wert, dort haben wir die hübsche Bastelarbeit Projekt Eck 2013 besucht, einen der größten Travel Bugs der Welt entdeckt und uns von dem Schlängel am Brunnen „bespucken“ lassen.

Der Schlängel bespuckt die Dosensuchenden

TB Seilbahn Koblenz

Die Heimat von Herbert Grönemeyer hat auch schöne Caches. Vor dem Besuch Musical Starlight Express haben wir uns dort umgeschaut und zum Beispiel den Currywurst Tresor des Stammtisches Bochum geknackt. Nach Wuppertal fuhren wir eigentlich wegen der Schwebebahn – die war grad defekt. Statt im Kaiserwagen über die Wupper zu schweben, liefen wir an deren Ufer entlang uns suchten Dosen.

Vor allem der Bücherei-Cache wird uns in Erinnerung bleiben – ein Logbuch in Buchform zwischen wissenschaftlichen Bücher in den Regalen einer Bibliothek will erst mal gefunden werden. Kultivierte Leute wie wir, müssen sich auch ersteinmal überwinden, in ein Büchereibuch zu schreiben.

Jahresabschluss im Lost Places  

Zum Jahresabschluss haben wir uns noch einen jener geheimnisvollen Lost Places Multi-Caches gegönnt. So einen der kniffelig ist, über viele abenteuerliche Stationen zu spannenden Basteleien führt und Stunden dauert. Dabei konnten wir essen so viel wir wollten – es war super. Kurz vor Silvester trafen wir uns noch einmal zum Abgrillen, einem schon traditionellen Outdoor-Event dass nicht nur Cacher aus Halle gern besuchen. Dort ließen wir bei Glühwein und Bratwurst das Cacherjahr noch einmal Revue passieren, erzählen Cacherlatein und freuen uns auf tolle Erlebnisse 2017.

Geocaching wird ja gern als digitale Schatzsuche bezeichnet. Deshalb passt dieser Beitrag gut zu dem 10. Wort des Projektes TXT von Dominik Leitner.

2 Replies to “Ein Rückblick – Mein Jahr mit Geocaching”

  1. Ein sehr schönes Resümee hast Du wieder verfasst. Danke für die amüsante Lektüre.
    Wir wünschen einen Guten Rutsch ins Neue Jahr. Und bleibt gesund bis mind. Morgen auf dem Bogen.
    Viele Grüße
    Rita und Manfred

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