Eine Radtour in Bitterfeld – rund um die Goitzsche

Den Sommer 2014 können wir wohl abhaken, aber der Herbst
verspricht auch schöne Tage. Da sollte doch noch die eine oder andere
Fahrradtour möglich sein. Mein Fahrrad, zumindest das Tourenrad ist in diesem
Jahr viel zu wenig zum Einsatz gekommen.

Bitterfelder Bogen mit Aussicht

Wie wär es mit einer Radtour um den Goitzsche See? Wer nicht
in der Näheren Umgebung von Bitterfeld wohnt, reist ganz bequem mit der Bahn
an. Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten zum Seeufer. Der Bitterfelder Bogen
ist jedoch ein imposanter Grund für einen Umweg, bietet er doch einen tollen
Überblick über die Region. Die stählerne Konstruktion nach Schwibbogen-Bauart
ist ja schon von Weitem zu sehen.


Kürzester Weg dorthin führt die Bahnhofstraße entlang, bis zur
B 100 Nähe Kaufland. Gegenüber in die Wiesenstraße und Leopoldstraße, dann ist
der Aussichts-Bogen ausgeschildert.

Mit diesem Bauwerk hat endlich mal jemand
eine Aussichtsplattform geschaffen, die ganz ohne Lift auch für Rollstuhlfahrer,
Kinderwagenschieber oder Radler erreichbar ist.

Nach dem Ausflug auf den 28 Meter hohen Bitterfelder Bogen geht
es dann direkt zum See. Wer jetzt schon eine Pause braucht, radelt durch den Rosengarten
und die Grüne Lunge erst einmal in die Stadtmitte. Rund um den Marktplatz
findet sich gewiss ein Café oder Gasthaus zum Einkehren. Hier
gibt es einen schönen Blick auf das alte Bitterfelder Rathaus am Markt.

Blaue Bank

Nun aber auf zur See-Umrundung. Fährt man den asphaltierten
Uferweg entgegen dem Uhrzeigersinn, fällt bald die lange blaue Bank mit den
kleinen Namensschildern auf. Sie symbolisiert ein Dankeschön an die Helfer der
großen Flut des Jahres 2002. Gleich danach kommt das Goitzsche Camp, am
Campingplatz wäre jetzt noch eine Gelegenheit für einen Imbiss, dann kommen ein
paar Kilometer ohne Einkehrmöglichkeit. Bei schönem Wetter sind nicht nur
reichlich Radfahrer um die Goitzsche unterwegs, Nordic-Walker, Inline-Skater
und Spaziergänger schätzen den Rundweg ebenfalls.

Pouch – Landschaftskunst und Landcafe´

An der Halbinsel Pouch sollte man nicht einfach so vorbei
fahren, denn dort gibt es Landschaftskunst zu sehen. Hier veranstaltet übrigens
der Radiosender MDR Sputnik seit Jahren zu Pfingsten sein Springbreak Festival.
Wer diese Radtour um die Goitzsche an einem Wochenende unternimmt, sollte
unbedingt einen Stopp im Landcafé Pouch einlegen. Das wirklich einzigartige
Ambiente und der leckere Kuchen sind den Besuch auf jeden Fall wert.
Übrigens, die Halbinsel Pouch dient auch als Versteck für einige Geocaches.

Vom Pegelturm bis zum Hafen

Bald kommt der Pegelturm in Sicht. Eine Seebrücke verbindet
den schwimmenden Aussichtsturm mit dem Land. Jetzt wird die Uferstraße zur
Promenade und richtig belebt, zumindest bei einigermaßen schönem Wetter.
Sandstrand, Spielplatz, Imbiss und Eisverkauf – ist halt alles da, was eine echte
Seepromenade ausmacht. In diesem Bereich sollen Radfahrer das Rad schieben, was
meist sehr sinnvoll ist. Schon 150 Meter weiter, geht es wieder in den Sattel,
nächste Wegmarkierung ist der Marinapark Goitzsche. Von hier starten die beiden
Ausflugsschiffe zu ihren Rundfahrten.
Oberhalb der Anlegestelle lässt sich die „Villa am
Bernsteinsee“ bewundern. Den Bitterfeldern ist das schmucke, denkmalgeschützte
Haus noch als „Biermann´sche Villa“ bekannt. Nun neigt sich die Goitzsche-Rundfahrt
langsam dem Ende zu, nur der sogenannte Hafen wartet noch. Nach Schiffen sucht
man in dem Stadthafen vergebens, denn direkt darüber verbietet eine
Hochspannungsleitung jeglichen Schiffsverkehr.

Die Villa am Bernstein See an der Goitsche

Der direkte Weg zurück zum Bahnhof führt durch  Mühlstraße, Burgstraße und Walter-Rathenaustraße.
Die Runde um die Goitzsche ist etwa 30 Kilometer lang, plus der Abstecher zum
Bitterfelder Bogen und der Weg von und zum Bahnhof. Sollten also alles in allem
nicht mehr als 35 Kilometer sein.
Übrigens:

Ich lasse mein geliebtes Fahrrad nie irgendwo stehen, ohne
es anzuschließen, auch nicht im Zug. Laut Polizeistatistik waren von den 2009
gestohlenen Fahrrädern jedes vierte nicht angeschlossen. Das zeigt aber auch
das nicht jedes Fahrradschloss einen Diebstahl verhindern kann. Die Seite Fahrradschloss im Test ist eine gute
Entscheidungshilfe beim Kauf eines neuen Schlosses.
Außerdem sind viele Fahrradparkplätze nicht geeignet, um die
Räder wirklich zu sichern. Der ADFC empfiehlt
Abstellanlagen
, bei denen ein Laufrad und der Rahmen mit angeschlossen
werden können.
Noch ein Tipp für alle, die gern Fahrradbekleidung beim
Discounter kaufen. Im Lidl-Online-Shop gibt es viele der Jacken, Shirts, Hosen
usw. noch zu Bestellen, das spart den Weg in die Filiale.

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