Geocaching im Oberharz – Blaues Schleifchen für die Owner

Mit diesem Beitrag möchte ich Danke sagen, für die schönen
Caches am Rande der Wanderwege im Oberharz. Ihr, liebe Owner des Harzes, habt
unseren Kurzurlaub in Altenau noch unterhaltsamer gestaltet, als es die Berge und Wälder
sonst immer getan haben. Ihr habt uns an aussichtsreiche Orte gelockt, die in keinem
Reiseführer stehen. Habt uns herausgefordert und belohnt, den Blick fürs Detail
geschärft und Geschichten erzählt. Diese Mühe verdient mehr als ein „Gefunden“
im Logbuch.

An den schönsten Plätzen um Altenau

Wir haben fünf Tage lang nach Caches um Altenau gesucht,
haben in Clausthal-Zellerfeld, Buntenbock, Hahnenklee und Torfhaus
vorbeigeschaut und immer mal einen Log hinterlassen. Dabei waren es gar nicht
so viele hervorragenden Bastelarbeiten, die uns beeindruckt haben. Das ist in
der mystischen Landschaft ja auch gar nicht nötig. Statt dessen habt ihr uns
mit eurem Insiderwissen ganz wundervolle Plätze gezeigt, zu denen wir sonst nie
gegangen wären. Oder ihr habt uns zum Anhalten und genau Hinschauen gebracht,
wo wir wahrscheinlich achtlos weiter gegangen wären.
Noch bevor wir unser Zimmer in Altenau bezogen,
schauten wir uns Goethes ehemaliges Quartier genauer an und erstürmten den
örtlichen Gipfel. Obwohl es nicht „Freitags zur Mittagszeit“ war, besuchten wir
noch am Anreisetag weitere Dosen, bis uns nahe beim Kräutergarten Altenau ein
kräftiger Regenguss zum Aufgeben bewegte.
Gedenkstätte in
Clausthal-Zellerfel
An einem Tag ließen wir uns vom Busfahrer nach
Clausthal-Zellerfeld chauffieren und liefen nach Altenau zurück. Das
Robert-Koch-Haus oder die blaue Holzkirche waren ja nicht zu übersehen, aber
die Gedenkstätte im Ehrenhain hätten wir nicht gefunden ohne den „Logruf“ der
6. Pforte. Wahrscheinlich wären wir in Buntenbock auch nicht den Umweg zur
Spieluhr gegangen, hätte in ihrer Nähe nicht ein grünes Plastikröhrchen auf uns
gewartet. 

Verstecke im Oberharzer Wasserregal und am Harzer Hexenstieg

In die Idylle der Seenlandschaft fügten sich weitere Döschen harmonisch ein und hielten uns manchmal länger auf. Gerade an den flaniermeilenartigen Abschnitten des Harzer Hexenstieges waren wir froh, wenn uns die Suche nach einem weiteren Cache forderte. 
Graben im Oberharzer
Wasserregal
Es geht sich gut auf den
schmalen Wasser-Wander-Wegen eures Oberharzer Wasserregales, wir haben es
genossen. Doch hätten wir die Mundlöcher, Stege, Brücken, Schieber und Regler so
intensiv betrachtet, hättet ihr nicht kleine Dosen dort versteckt? Bis die
Wandermuggels außer Sichtweite waren, haben wir so manch Info-Tafel ganz genau
studiert, cachen bildet.
Danke auch für die erlebnisreichen Wanderpausen. Sonst
schaut Schatzi immer ungeduldig zu, während ich unterwegs ein Fußbad nehme,
doch wenn ich dabei eine Filmdose aus dem eiskalten Bach fische, dann ist es in
Ordnung. So durfte ich einige male im eisigen Wasser waten und unter Brücken
kriechen, alles für einen Eintrag ins, manchmal feuchte, Logbuch. 
Niemals wäre ich hinter Parkbänken in Höhlen gekrochen oder hätte mich, in meinem Alter, im Baumklettern versucht ohne euch Owner und eure Verstecke. 
Die Schmarotzerfichte, die auf dem Stamm eines Laubbaumes wächst, hätten wir niemals gesehen, auch die Schwefelquelle Altenau, hätte unsere Aufmerksamkeit wohl kaum erregt.
Früher wären wir strammen Schrittes unter der Steilen Wand
entlang gewandert, der Gustav-Krone-Blick ist eh zugewachsen. Doch nun, da wir
einen Cache dort erahnen, schnallen wir die Rucksäcke ab und verweilen ein
wenig. 
Besucherzentrum Torfhaus

Wahrscheinlich hätten wir den unscheinbaren Pfad zur
Schlucht des Moria übersehen und damit einen wundervollen Ort verpasst. In
Torfhaus sind wir auf Stegen übers Moor gelaufen, auch dort hattet ihr
Logbücher gut platziert. Dann waren da noch die beiden Earthcaches und die
wissende Dame im Besucherzentrum des Nationalparkes. Von ihr erfuhren wir alles
was wir für den Log wissen mussten und noch viel mehr interessante Dinge über
Moor, Granit und anderes Gestein.
Wie immer, war der Urlaub zu kurz, um alles zu
erledigen, außerdem suchten wir nach einigen Dosen vergeblich. Vielleicht kommen
wir bald mal wieder in den Oberharz – es liegen noch viele Gründe versteckt.

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