Kreative Geocaches in Antonsthal bei Schwarzenberg

Schloss Schwarzenberg
Sonnig und mit einem leckeren Frühstück beginnt unser
Urlaubstag im Erzgebirge. Die Prognosen versprechen schönes Wanderwetter rund
um Schwarzenberg, also schnüren wir die Schuhe, schultern den Rucksack und
ziehen los. Natürlich haben wir auch unsere Cacher-Ausrüstung dabei.
Beispiel für eine Cache-Verpackung

In Antonsthal, hat ein besonders kreativer
Owner seine Caches originell versteckt. Log-Einträge bei Geocaching.com haben
uns darauf neugierig gemacht, wir wollen die Verstecke aufspüren. Da unser
Hotel in rund 681 Metern Höhe auf dem „Hohen Hahn“ steht, laufen wir zunächst bergab.


Typisch erzgebirgische Vogelbeerbäume säumen den, sich talwärts
schlängelnden, Weg, kräftig leuchten die orangenen Beeren in der Morgensonne.
Wir lassen die Weiden hinter uns, zwar weisen Schilder die Richtung nach
Antonsthal, aber wir folgen dem Cacher-Navi. Der schmal werdende Pfad verliert
sich fast im Wald, wuchert stellenweise zu. Mystisch fotogen präsentiert sich
das Unterholz – NaturfotografinNathalie Bird hätte ihre Freude daran.


Helfender Wink am Waldschlösschen



Wir nähren uns dem ersten Cache des Tages – eine Brücke über
dem Schwarzwasser, jenseits der Bahngleise. (Ich weiß, so etwas macht man
nicht, zumal wir später, nur zweihundert Meter entfernt, einen Bahnübergang
sehen.) Siegessicher folgen wir dem Handy, klettern die Böschung hinunter,
trotzen dem reißenden Fluss und bergen die Dose. 

Nächster Programmpunkt „Waldschlösschen“.
Sehr diskret ist unsere Suche wohl nicht – oder wartet der Fenstermuggel öfter auf
Suchende? Jedenfalls ist er hocherfreut über die Abwechslung und offenbart uns
eifrig das Versteck. In einer tollen Konstruktion, pfiffig versteckt, verbirgt
sich das Logbuch, das nun auch unsere Namen trägt.
.


Suche am Glockenturm von Antonsthal

Jetzt lockt eine Dose Namens „Glockenturm von Antonsthal“. Gespannt
auf die Verpackung, nehmen wir den steil ansteigenden Asphaltweg in Angriff, direkt
bei den Zielkoordinaten lädt eine Bank zur Rast. Doch der tollen Aussicht werden
wir uns später widmen, jetzt suchen wir, suchen, suchen und finden – auf solch eine
Idee muss man erst einmal kommen. Die Glocke wird erst 18.00 Uhr geläutet, zu
spät für uns. 
Der Glockenturm von Antonsthal
Wir gehen nun zurück ins Tal, denn die nächsten Verstecke liegen
auf dem gegenüberliegenden Berg. Der kleine Supermarkt kommt gerade recht, wir
kaufen Käse, Salami und frische Brötchen für ein mittägliches Picknick im Gras.
Blau-weiß gesprenkelt zeigt sich der Himmel des Erzgebirges, viel zu lange hab
ich nicht mehr so unter einem Baum gelegen und in die Wolken geschaut.

Ein Grund zum Wiederkommen

Jetzt suchen wir „Vienna“ – vergeblich! Nach mehr als einer
halben Stunde geben bedauernd auf, dabei war ich so gespannt auf die angekündigte
Bastelei. Am Alten Pochwerk werden wir dann wieder fündig. Die Kleinigkeit
verbirgt sich geschickt, sichtbar für Aller Augen. In der Nähe dieses Versteckes
befinden sich übrigens ein technisches Museum, ein Freibad und ein
abenteuerlicher Spielplatz.
Silberwäsche – Pochwerk Antonsthal



Die Silberwäsche von Antonsthal. Das historische Pochwerk wird mit Wasserkraft betrieben. Innerhalb des Gebäudes lockt ein sehenswertes Museum voller Exponate zum Thema Silberbergbau viele Besucher an.

Dann folgt wieder ein Cache zum Verzweifeln. Gefunden ist das
Versteck an der ehemaligen Halbachtal-Schanze ja recht schnell, jedoch ist das
Logbuch mit einem Zahlenschloss gesichert. Für heute überfordert uns das Rätsel,
der Code bleibt verschlüsselt. Seid gewiss, wir werden es nochmals versuchen
und extra dieser Dose wegen wiederkommen.

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