Segel-Abenteuer auf der Mosel

Beim Lesen der Beiträge zur Blogparade des Segeln-Blogs fiel
mir wieder ein, wie ich vor Jahren in einem Segelboot unterwegs war. Eigentlich
waren wir zu einer mehrtägigen Kanusafari an die Mosel gereist. Unser
Reiseführer, der sich gern als „alter Paddler“ bezeichnete, wurde schnell zum
Freund, so verbrachten wir auch die paddelfreie Zeit zusammen. Er ist nicht nur
leidenschaftlicher Kanute, liebt auch das Segeln und lud uns zweimal zu einem
Törn ein.

Auf der kleinen Jolle fanden wir drei und unser Picknick
gerade so Platz, wir starteten in einen herrlichen Nachmittag.

Als
pensionierter Winzer hatte unser Edgar natürlich einen guten Tropfen dabei. Ich
genoss den Moselwein, den Blick auf mit Weinreben bewachsene Hänge und das
Traumwetter. Unvermittelt erschienen farbenfrohe Tupfer im Himmelblau. Etwa
zwanzig bunte Heißluftballons überquerten den Fluss, wir sahen den
Ballonfahrern ins Gesicht, hörten das Feuer lodern. Ein unvergesslicher Moment,
der mir noch heute „Gänsehautfeeling“ beschert.

Auch das zweite Segelabenteuer begann traumhaft, später auf
dem Rückweg, kam immer stärkender Wind auf. Das Boot war nun alles andere als
ruhig, es passiert nichts, meinte Edgar. In mir keimten Fluchtgedanken, die
streng-beruhigenden Blicke der Männer bewogen mich, sitzenzubleiben. Regungslos
klammerte ich mich fest, innerlich panisch, blieb ich selbst dann noch ruhig
als das Segel fast auf dem Wasser lag. Dem erfahrenen Segler machte die Fahrt
richtig Spaß, ich bevorzuge seitdem wieder das Paddelboot.
Weinberg bei Piesport an der Mosel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.