Tag 2 der Elberadweg-Tour – von Otterndorf bis Hamburg

Voller Elan starten wir in Otterndorf in die zweite Etappe unserer Tour auf dem Elberadweg. Tagesziel ist Hamburg. Ein wenig blauäugig denke ich, es ginge immer so idyllisch auf dem Elbdeich weiter, wie gestern Abend. Doch es führt kein Weg mehr auf den Deich, die Auffahrten sind gesperrt, der Radweg verläuft zwischen Deich und einem Kanal, vorbei an reetgedeckten Häuschen. Dann verschwindet auch der Kanal und wir hoffen lange vergebens auf den Elbblick am Elbe-Radweg

 

Boote auf dem Kanal bei Otterndorf

 

Nach einer Weile erreichen wir Neuhaus (Oste). Wären wir an einem anderen Wochentag gekommen, hätten wir vielleicht über die Klappbrücke des Ostespeerwerkes fahren können. Doch es ist Montag, da bleibt die Brücke hochgeklappt. Also nehmen wir, wie alle Radwanderer an diesem Tag, den Umweg und überqueren die Oste bei Geversdorf.

Später, in Freiburg an der Elbe gönnen wir uns eine Rast. Auf der Terrasse des Cafés Hafenhaus genießen wir Kaffee und Kuchen und plaudern mit der Inhaberin. Als ich über die lange Wegstrecke fern von der Elbe klage, meint sie: “Drüben, am anderen Ufer fährt es sich schöner” – zu spät.

 

Planänderung: Mit der Fähre von Wischhaven nach Glückstadt

 

Daraufhin ändern wir den Plan und wollen mit dem Zug direkt nach Hamburg fahren, wo wir bereits ein günstiges Zimmer gebucht haben. Der nächste Bahnhof ist drüben in Glückstadt, also setzten wir mit der Fähre in Wischhafen über. Eine lange Autoschlange wartet schon vor der Anlegestelle. Wir Radfahrer müssen uns nicht anstellen, sondern dürfen direkt auf das nächste Schiff.

Der nächste Bahnhof ist drüben in Glückstadt, also setzen wir mit der Fähre in Wischhafen über. An der Anlegestelle wartet eine ellenlange Autoschlange, als Radfahrer müssen wir uns glücklicherweise nicht hinten anstellen, sondern dürfen direkt auf das nächste Schiff.
Die Überfahrt wird zu dem bisher schönsten Erlebnis des Tages.

An dieser Stelle ist die Elbe etwa 3,5 Kilometer breit, so dauert die preisgünstige, angenehme und interessante Fahrt rund eine halbe Stunde. Der Himmel ist etwas trüb, trotzdem erkennen wir in der Ferne die Umrisse des Kernkraftwerkes Brunsbüttel und ein riesiges Containerschiff, Schwesterfähren fahren vorbei.
Bei großem Andrang wie heute sind die vier verfügbaren Fährschiffe gleichzeitig im Einsatz, etwa alle 20 Minuten legt ein voll besetztes Schiff ab.

Nachmittags in Hamburg

 

Wir drehen noch eine kurze Runde durch Glücksstadt, dann fährt auch schon eine Bahn nach Hamburg. Am Bahnhof Altona steigen wir aus, radeln zum Hostel, checken ein, stellen das Gepäck ins Zimmer und rollen mit den Rädern hinunter zum Fischmarkt.

 

Statt irgendwo auf der Landstraße, radeln wir nun direkt an der Elbe entlang, zur Hafencity und durch die Speicherstadt, schon ist Zeit fürs Abendessen an Landungsbrücke 10. Seit Wochen freu ich mich auf die Fischbrötchen dort, wir ergattern sogar einen Tisch in der ersten Reihe, nah am Wasser.

  

Übernachtung im Etappenziel Hamburg:

Bedpark
Hamburg-Altona
Stresemannstraße
117
22769 Hamburg
Tel.: 49 40
49 2222 93
  • 2-Bett Zimmer ohne Bad und ohne Frühstück
  • Sehr günstig, sehr einfach und zentral im Schanzenviertel
  • Fahrräder stehen im nicht abgeschlossenen Hinterhof

 

Eines der drei Zimmer im Dachgeschoss war für uns reserviert. Auf der Etage befanden sich außerdem ein Bad mit Dusche und WC, eine separate Toilette, eine kleine Küche und ein Essplatz, alles zur gemeinschaftlichen Nutzung.

Nächste Etappe führt von Hamburg nach Boizenburg.zurück zur ersten Etappe:

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