Tag 4 am Elberadweg – von Boizenburg bis Schnakenburg

Die heutige Etappe soll uns auf dem Elberadweg von Boizenburg nach Schnakenburg führen.

Unter den Linden an der mittelalterlichen Wallanlage entlang radeln wir aus Boizenburg heraus und in die Niedersächsische Elbtalaue hinein. Wie es sich für einen Flussradweg gehört, bleibt der Elberadweg in der Nähe des Flusses. Meist haben wir die Wahl zwischen dem Weg hinterm und auf dem Deich, wo immer es geht, fahren wir oben.

Auf dieser Etappe bin ich froh, dass wir von der Mündung aus quellwärts fahren, denn während wir mit kräftigem Rückenwind gut vorankommen, kämpfen die Radfahrer aus der Gegenrichtung mit dem Wind von vorn.

Verkaufswagen Selbstbedienung am Elberadweg

Ab und zu tut eine Pause gut – wir freuen uns über einen ungewöhnlichen Rastplatz am Wegesrand. Schokoladen-Lindt hat direkt am Radweg einen unbemannten Verkaufswagen eingerichtet. Wir nehmen Getränke aus dem Kühlschrank und werfen das Geld dafür in ein Sparschwein auf dem Tresen. Nette Idee – Lindt!

In dieser Region war die Elbe jahrzehntelang Grenzfluss zwischen den beiden deutschen Staaten. Wir treffen immer mal auf Reste alter Grenzanlagen, zum Beispiel auf diesen ehemaligen Wachturm der DDR bei Neuhaus.

Hitzacker an der Elbe mit Fahrrad-Station

Mit der Fähre in Herrenhof setzen wir nach Hitzacker über. Das Städtchen an Elbe und Jeetzel ist echt den Besuch wert und gut auf Radwanderer eingestellt. Ein paar Hundert Meter von der Altstadt entfernt, am Archäologischen Zentrum, ist eine Service-Station für Radfahrer eingerichtet. Dort gibt es Ladestationen für E-Bikes sowie
Gepäck- und Fahrradboxen zum Abschließen. In der Marschtorstraße befinden sich außerdem öffentliche Toiletten und Münz-Duschen. Gleich um die Ecke befindet sich die Touristikinformation, die zugleich Koordinierungsstelle des Elbe-Radweges Nord ist.

In der Altstadt von Hitzacker

Im Archäologischen Zentrum Hitzacker

Weiter zum Quartier in Schnakenburg/Elbe

Wir holpern über das historische Kopfsteinpflaster der Altstadtinsel, machen Rast bei Kaffee und Kuchen und setzen unsere Radtour auf dem Elberadweg fort. Mal radeln wir auf der Landstraße, mal oben auf dem Deich entlang. Schafe betreiben weitend Landschaftspflege. Dabei passieren wir den stattlichen Reste der Dömnitzer Eisenbahnbrücke und fahren durch das verschlafen und friedlich wirkende Gorleben.

Domitzer Eisenbahnbrücke

Angaben auf dem Infoschild:

 
  • Baubeginn: 1870
  • Zweigleisige Brücke mit Fußgängerweg
  • 20 kleine und 4 große Brückenbögen plus eine Drehbrücke
  • Gesamtlänge 1050 Meter
  • Zerstört: 20.04.1945

Östlich der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze wurden die Brückenreste um 1987 abgetragen. Am Westufer der Elbe blieb diese Ruine als technisches Denkmal erhalten.

Von dort führt der offizielle Elberadweg nach Vietze und über den Höhbeck. Da wir erst vor einem Jahr mit den Rädern auf der Schwedenschanze am Höhbeck waren, kürzen wir ab und fahren, an „Woodhenge“ vorbei, direkt nach Schnakenburg zu unserem Nachtquartier.

 

Woodhenge in Pevestorf

„Woodhenge“ gehört zum Projekt „Zeitfenster“ am Höhbeck. Es ist der Nachbau eines etwa 4000 Jahre alten Pfostenkreises, der am Hasenberg in Pevestorf gefunden wurde.

Übernachten in Schnakenburg – unser bestes Quartier am Elberadweg

 
Schnakenburg gilt ja als kleinste Hafenstadt und zweitkleinste Stadt Deutschlands und ist tatsächlich klein. Aber es gibt die
Pension Alte Schule und das gemütliche Hafencafé mit guter, regionaler Küche.
  • Doppelzimmer mit zweitem Waschbecken im Zimmer
  • Großes Bad mit Fenster – Dusche mit Vorhang
  • Altes Haus mit Atmosphäre
  • engagierte und freundliche Gastgeber
  • Leckeres Frühstück vom Buffet mit toller Auswahl und
    reichlich Kaffee
  • Außerdem stehen Getränke, nachmittags auch Kuchen, zur
    Selbstbedienung bereit – bezahlt wird bei der Abreise auf Vertrauensbasis.
  • Für Fahrräder gibt es einen separaten, abgeschlossenen
    Schuppen

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