Unterwegs auf der Suche nach dem Schatz des Osterhasen

Danke den Ownern, die immer wieder Rätsel ersinnen, Dosen
verstecken und ihre Caches pflegen, damit wir unterwegs fündig werden. Kürzlich
führte uns die Suche nach dem Schatz des Osterhasen in die Dübener Heide. Auf
der Geocache-Karte fällt der eiförmig angelegte Mysterie sofort auf. Nach ausgiebigem
Rätselraten offenbarten sich die Koordinaten, wir schulterten die Cacherbags und
zogen los.

Fünf stundenlang durchsuchten wir in der Nähe von Schlaitz den Wald, kletterten auf Bäume, untersuchten modrige Baumstümpfe und atmeten frische Luft. Dabei liefen uns einiges Getier über den Weg, wie die zitronengelbe Spinne, der unscheinbare Laubfrosch und die flinke Waldeidechse. Manche Dosen sahen wir auf Anhieb, andere versteckten sich hartnäckig. Zum Schluss haben wir alle gefunden, zusätzlich noch den Tradi am Rastplatz der Wegkreuzung „Großer Stern“ mitgenommen.

Dort treffen sechs breite Wanderwege zusammen, die weiter nach
Schwemsal, Krina, Rösa, Tornau, Schköna und zum Muldestausee führen. Unser Navigationsgerät
zeigte zunächst in Richtung Schwemsal. Am Wegesrand steht dort ein Schild, dass
an die ehemals hier stehende Pechhütte erinnert. Neugierig wie ich bin, hab ich
später danach gegoogelt. Doch jetzt mahnten dunkle Wolken und nahendes
Donnergrollen zur Eile, als der Regen uns einholte, war das Auto
glücklicherweise bereits in Sichtweite.

Pech in der Dübener Heide

In der Dübener Heide war ich ja schon oft unterwegs. Ich hab
mir dabei über Pech noch nie Gedanken gemacht, nun bewegte mich ein Schild am
Wegesrand dazu. Köhlerei in der Heide ist ja bekannt, aber Pechhütten sind mir
noch nicht aufgefallen. Kein Wunder, denn während Holzkohle nach wie vor
produziert wird, ist die letzte Pechhütte doch 1952 stillgelegt wurden. Sie
existiert als Landgasthof „Friedrichshütte“ weiter. Auf der Website
des Gasthofes
konnte ich viel Interessantes und Spannendes über die
Geschichte des Pechkochens lesen. Das Gewerbe der Pechbrenner schien
einträglich gewesen zu sein, denn die Besitzer der Pechhütten brachten es zu
Wohlstand und Ansehen. Harzhaltige Hölzer wuchsen ja genug in der Heide und als
Wagenschmiere, für Fackeln oder zum Abdichten war Pech begehrt. Das Holz wird
nach einem speziellen Verfahren verschwelt, wobei unter anderem noch Holzkohle
entsteht.

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