Unterwegs in Bad Schmiedeberg – Kneippen in der Dübener Heide

In Bad Schmiedeberg sind auffallend viele Menschen mit
Gehhilfen unterwegs. Es sind meist Patienten der orthopädischen Klinik der
Dübener Heide, die im Reha-Zentrum der Kurstadt behandelt werden. Seine
Karriere als Heilbad begann der beschauliche Ort „Smedeberg“ 1878. Zunächst
heilte oder linderte das Eisenmoor Gelenk- und Gliederschmerzen, später kamen
zwei Heilwasser dazu. Seit 2007 trägt Bad Schmiedeberg das Prädikat „Staatlich
anerkanntes Moor-, Mineral- und Kneippheilbad“.

In- und Outdoor-Kneippen

Kneippen dürfen in Bad Schmiedeberg nicht nur Kurgäste, die fünf
Kneippbecken stehen Jedermanns Füßen und Armen, offen. Während der kalten
Jahreszeit wird hinter der roten Klinkermauer des Kneipp-und Therapiezentrums
gekneippt. Der Besucher genießt hier nicht nur die belebende Kraft des kalten
Wassers, er atmet auch den würzigen Duft der Heilkräuter des Indoor-Gartens. Der
Eintritt ist frei. Mit dem „Anwassern“ beginnt jedes Frühjahr die Freiluft-Kneipp-Saison
in der Kurstadt. Dann werden auch die Outdoor-Kneipp-Anlagen befüllt und
bleiben bis in den Oktober hinein, allesamt kostenlos, zugänglich.

Heilwasser am Trinkbrunnen

Im Zentrum des Kurgeschehens von Bad Schmiedeberg liegt die
Kurpromenade mit Schwanenteich und dem Trinkbrunnen. Das Wasser, genau genommen
die zwei Wasser, des Brunnens kommt aus dem tiefen Untergrund des Städtchens.
Auf der einen Seite des Trinktempels spendet der Bad Schmiedeberger
Kurfürstenbrunnen sein „radiumführendes fluoridhaltiges
Natrium-Hydrogencarbonat-Sulfat-Wasser“, an der anderen Seite sprudelt das fluoridhaltige
Heilwasser des „Margarthenbrunnens“. Einige trinken ihr Wasser direkt am
Brunnen, bringen Tassen oder Becher mit, andere holen sich eine größere Ration
mit dem Kanister, und Radwanderer füllen damit ihre Trinkflaschen auf.

Kurbad mit Jugendstil

Ein weiterer Anziehungspunkt der Kurpromenade, zumindest
optisch, ist die prächtige Jugendstilfassade des Kurhauses. Es hebt sich stilvoll
ab von den langweilig-modernen Gebäuden der jüngeren Rehakliniken und ist ein
Wahrzeichen Bad Schmiedebergs geworden. Wer davor steht, sollte auch
hineingehen, denn das Innere ist ebenfalls sehenswert. Mit leckerem Eis und
gutem Kaffee lockt wenige Meter weiter die Eisdiele „Matteo“. Bei schönem
Wetter ist es schwierig einen Platz direkt in dem Eiskaffee zu erhaschen.
Besonders an den Wochenenden sitzen dann eisschleckende Einwohner, Kurgäste und
Besucher der Stadt auf den Bänken der Kurpromenade.
Die Straße von der Promenade bis zum historischen Autor ist
einen gemütlichen Spaziergang wert. Es heißt, vom Kirchturm bietet sich ein
toller Blick über die Region, als ich hinauf wollte, war die Tür leider
verschlossen. Bei meinem Rundgang durch Bad Schmiedeberg habe ich mich von
einem Multicache leiten lassen, doch darüber berichte ich an anderer Stelle.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.